TCM - Traditionelle Chinesische Medizin

Ernährung nach den fünf Elementen

Allgemeine Grundsätze

Das Wichtige zuerst: bereiten Sie Ihr Essen mit Freude zu und lassen sie es sich  genüsslich schmecken!

  • Gekochte Lebensmittel sind besser verdaulich
  • Eine ausgewogene Ernährung besteht überwiegend aus gekochtem Getreide und gekochtem Gemüse, aus Fleisch und Fisch, kleinen Mengen Rohkost, Salat, Obst
  • Während des Essens wenig trinken
  • Verwendung frischer, möglichst unbearbeiteter Lebensmittel aus Ihrer Region bester ökologischer Qualität
  • Neutrale und warme oder erfrischende Lebensmittel sind die Hauptzutaten, ergänzt wird individuell nach Jahreszeit und persönlicher Konstitution
  • Frühstück: reichhaltig und warm, süß oder pikant.
  • Mittagessen: Getreide und Gemüse, ergänzt mit Fisch/Fleisch, etwas Bittersalate
  • Abendessen: kleinere Portionen Getreide und Gemüse oder Suppen

TCM wurde vor rund 3.000 Jahren entwickelt. Im alten China führte die Beobachtung von Natur und Mensch zum Prinzip des Yin & Yang:

Demnach hat jeder Mensch, jedes Gefühl, jede Materie zwei Seiten und jede davon trägt die andere bereits in sich. Wenn an der einen Seite etwas verändert wird,  beeinflusst das automatisch auch die andere Seite. Das Symbol stellt den Einklang dieser beiden Pole dar:

Harmonie zwischen Yin & Yang ist oberstes Ziel der TCM

Der Stellenwert der Ernährung

Qi wird bedeutet Lebensenergie oder Lebenskraft  und entsteht aus den ständig bewegten Spannungskräften zwischen Yin & Yang.

Jeder Vorgang im Körper braucht Energie, ob es eine Bewegung, ein Gefühl oder ein Gedanke ist. Laut TCM wird Qi zu zwei Drittel aus der Nahrung, zu einem Drittel aus der Atmung gebildet.

Damit erklärt sich auch, warum der Umgang mit Lebensmitteln und Kochvorgängen allerhöchste Priorität hat. Ein traditionell chinesisches Menü besteht aus so vielen variantenreichen Gängen, wie sie bei uns oft während einer ganzen Woche kaum auf den Tisch kommen.

Die Wirkung von Lebensmitteln nach TCM

Lebensmitteln werden bestimmte Kräfte zu geschrieben

Zutaten sind nach ihrer thermischen Wirkung eingeteilt:

Es gibt heiße, warme, neutrale, erfrischende und kalte Nahrungsmittel

Eine ausgewogene Ernährung beruht auf dem Prinzip, möglichst viele neutrale, warme und erfrischende Lebensmittel zu sich zu nehmen und sie in der heißen Jahreszeit durch kalte, in der kalten Jahreszeit durch heiße Zutaten zu ergänzen

(Zitrusfrüchte, bei uns wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts im Winter so beliebt, gelten nach TCM als kalt und wären daher eine Ergänzung für die heiße Jahreszeit). Grundsätzlich werden saisonale Lebensmittel bevorzugt

5 Geschmacksrichtungen  sauer, bitter, süß, scharf,  salzig und weiters unterteilt nach den:

Fünf Wandlungsphasen = Fünf Elemente

Vor 2.000 Jahren wurden die Yin-Yang Theorie der TCM um ein weiteres Prinzip ergänzt, die Lehre von den „Fünf Wandlungsphasen“ Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Bei uns verkürzt als Fünf Elemente  -  Holz, Feuer. Erde, Metall und Wasser bezeichnet.

Dabei ist die Reihenfolge ist wichtig, jedem Element sind Organe, Geschmacksrichtungen und Lebensmittel zugeordnet. Dazu kommen noch verschiedene Kochverfahren, die die thermische Wirkung von Speisen beeinflussen.

Wie verträglich ist die Ernährung nach TCM?

In der Ernährung nach TCM ist eine gute Verdauung sehr wichtig

Nur was gut verdaut wird, kann ausreichend Qi liefern. Das ist auch der Grund für das in China übliche warme Frühstück.

Da in der traditionellen chinesischen Ernährung wegen der besseren Verdaulichkeit grundsätzlich alles gekocht und kaum roh gegessen wird, ist die Verträglichkeit hervorragend. Westliche Ernährungswissenschafter setzen zwar das Fehlen von Rohkost mit dem Fehlen von Vitaminen gleich, aber die Ernährung nach traditionell chinesischer Medizin kennt diesen Zugang zu Lebensmitteln nicht.

Energiegehalt, Frische, Kombination und Zubereitung entscheiden über die Wirkung eines Lebensmittels. Entgegen der vergleichsweise sehr jungen westlichen Auffassung, wo mehr die Inhaltsstoffe zählen.

Die traditionelle chinesische Ernährung ist vielfältig. Fleisch wird als kaiserlich angesehen und kommt gerne auf den Tisch, ebenso wie Fisch und Eier. Kein einziges Nahrungsmittel ist verboten, denn jedes hat -bei guter Qualität und Frische- seine Wirkung und damit seine Bedeutung.

Und was die Ernährung nach TCM besonders sympathisch macht:

Hungerkuren sind  gar nicht gerne gesehen!

Sie zehren am vorgeburtlichen Jing – das ist jene Energie, die nicht vermehrt werden kann und für das ganze Leben reichen muss.

Alles schön und gut – aber wie fange ich an?

Wer heilsame chinesische Ernährung im Alltag anwenden möchte, tut gut daran, eine Ernährungsberatung in Anspruch zunehmen. Unter Anderem wird eine Zungen -und Pulsdiagnose erstellt und auf Probleme, Abneigungen und Vorlieben eingegangen. Daraus wird dann gemeinsam ein umfassender Plan entwickelt, in dem die Ernährungsempfehlungen speziell auf die jeweilige Person abgestimmt sind.

Ernährungsempfehlungen

Jeder Mensch ist ein Individuum und daher kann es auch nur individuelle Empfehlungen geben. Denn jede einzelne Mahlzeit sollte sich genau nach den Bedürfnissen des einzelnen Menschen richten. Das Wissen über die Wirkung von Lebensmitteln wird von Generation zu Generation weitergegeben. Es ist viel wichtiger, zu spüren als zu wissen.

Die gute Ernährungsberatung beginnt immer mit der Klärung der Ess- und Lebensgewohnheiten der KlientInnen, um dann einen individuell abgestimmten Weg zu finden. Unterstützend werden auch  Heilpflanzen, Akupunktur und Körperübungen (wie Qi Gong) angewandt.

TCM Ernährungsberatung
ANDREA FIRMANN
0664/73619321
tcm.firmann@gmail.com
www.firmann-bauernkoerberl.at

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